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13. Ökologie

13. Klima-, Natur und Umweltschutz – sozial, gerecht, wirksam
Landscape. Lake and swamp on the background of beautiful trees. Swamp in summer.
magnific.com / pvproductions

Mecklenburg-Vorpommern hat unter Regierungsbeteiligung der Linken einen entscheidenden Fortschritt im Klima-, Natur-, und Umweltschutz gemacht. Mit dem Klimaverträglichkeitsgesetz wird ein sozial ausgewogenes, wissenschaftlich fundiertes und umsetzungsorientiertes Gesetzespaket verwirklicht, welches nun durch einen konkreten Maßnahmenplan untermauert werden muss.

Klimaschutz kann dabei nur erfolgreich sein, wenn er sozial gerecht gestaltet wird und breite gesellschaftliche Akzeptanz findet. Unser Anspruch ist es, ökologische Verantwortung mit sozialer Sicherheit zu verbinden und den Wandel aktiv zu gestalten – für heutige und zukünftige Generationen.

Klimagerechtigkeit als Leitprinzip

Die Klimakrise ist auch eine soziale Frage. Die Folgen von Extremwetter, Dürre, steigenden Energiepreisen und ökologischen Veränderungen treffen vor allem diejenigen, die am wenigsten zur Erderwärmung beigetragen haben. Deshalb setzen wir auf eine gerechte Verteilung der Lasten und darauf, dass Klimaschutzmaßnahmen niemanden überfordern. Eine sozial ausgewogene Transformation stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und erhöht die Akzeptanz für notwendige Veränderungen.

Wir wollen:

  • Die Kosten der Transformation solidarisch verteilen.
  • Haushalte und kleine/mittlere Unternehmen entlasten.
  • Die Energiewende sozial ausgestalten und die Bürger:innenbeteiligung beim Ausbau erneuerbarer Energien stärken.
  • Klimaschädliche Subventionen beenden.
  • Den natürlichen Klimaschutz im Land vorantreiben.

Klimaneutralität und verbindliche Ziele

Klimaschutz braucht klare Ziele, verbindliche Maßnahmen und eine konsequente Umsetzung. Nur mit überprüfbaren Etappenzielen und einer transparenten Steuerung kann der Weg zur Klimaneutralität erfolgreich gestaltet werden. Mecklenburg-Vorpommern soll dabei eine Vorreiterrolle einnehmen und zeigen, dass ambitionierter Klimaschutz mit wirtschaftlicher Entwicklung und sozialer Gerechtigkeit vereinbar ist.

Wir wollen:

  • Mecklenburg-Vorpommern bis spätestens 2045 klimaneutral machen.
  • Die Reduktion der Treibhausgasemissionen um mindestens 38 % bis 2030 und 75 % bis 2035.
  • Sektorale Höchstmengen für Industrie, Verkehr, Landwirtschaft und Energie festlegen.
  • Eine klimaneutrale Landesverwaltung bis 2030 festlegen.
  • Aufforstungsprogramme fortführen und den Waldanteil erhöhen.
  • Beteiligung, Evaluation und Nachsteuerung als feste Bestandteile der Umsetzung des Klimaverträglichkeitsgesetzes verankern.
  • Landnutzung, Landnutzungsänderungen und Forstwirtschaft klimaschützend und klimaresilient gestalten.

Natürliche Klimaschützer – Moore, Wälder und Böden

Natürliche Ökosysteme sind unverzichtbare Verbündete im Kampf gegen die Klimakrise. Moore, Wälder und Böden speichern CO2, sichern die Biodiversität und tragen wesentlich zur Stabilität unserer Umwelt bei. Ihr Schutz und ihre Wiederherstellung sind daher zentrale Aufgaben einer nachhaltigen Umweltpolitik. Gleichzeitig sind sie Lebens- und Wirtschaftsgrundlage für viele Regionen in Mecklenburg-Vorpommern.

Wir wollen:

  • Eine Wiedervernässung aller entwässerten land- und forstwirtschaftlich genutzten Moorstandorte bis 2045 sowie eine umfassende Finanzierung der dafür notwendigen Maßnahmen und Strukturen.
  • Die Rahmenbedingungen für die landwirtschaftliche Nutzung wiedervernässter Moore (Paludikultur) verbessern.
  • Ein Strukturwandelgesetz zur Unterstützung der von Restaurationsprojekten betroffenen Räume und Wirtschaftsbereiche.
  • Den Waldanteil bis 2030 auf mindestens 30 % erhöhen.
  • Bodenschutzprogramme vollständig umsetzen und Erosion wirksam verhindern.
  • Die Einführung von Flächensparzielen und Flächenkontingenten in der Raumordnung, sowie eine dem Klimaschutz angepasste Entwicklung von Industrie- und Gewerbeflächen.
  • Küstenräume als sensible Natur-, Lebens- und Wirtschaftsräume schützen.
  • Nationalparks und Naturschutzgebiete als Bildungsorte stärken und konsequenter vor schädlichen Beeinträchtigungen schützen.

Unser Wasser sichern

Sauberes Wasser ist Grundvoraussetzungen für menschliches Leben und stabile Ökosysteme. Die bisherige Wirtschaftsweise und der fortschreitende Klimawandel gefährden unsere Wasserreserven. Der Schutz dieser Ressource und ein nachhaltiger Umgang mit unseren Wasserreserven sind entscheidend, um die natürlichen Lebensgrundlagen langfristig zu erhalten.

Wir wollen:

  • Grundwasser, Oberflächengewässer und Küstengewässer konsequent schützen.
  • Wasser durch Stauanlagen und, wo möglich, durch den Rückbau landwirtschaftlicher Entwässerungssysteme in der Landschaft zurückhalten.
  • Einträge von Nährstoffen, Pflanzenschutzmitteln und Mikroplastik deutlich reduzieren.
  • Das Bewirtschaftungsverbot im 7-Meter-Uferbereich konsequent durchsetzen.
  • Den Wasserrückhalt stärken, statt weiter zu entwässern und die Grundwasserneubildung fördern.

Natur braucht Naturschützer

Ob Bauen, Verkehr, Energie oder Landbewirtschaftung. Der Druck auf die Fläche wächst und die Konflikte nehmen zu. Natur- und Artenschutz dürfen dabei nicht unter die Räder geraten.

Umweltgesetze und Schutzgebiete sind keine lästigen Hindernisse, sondern schützen unsere Lebens- und Wirtschaftsgrundlagen, ganz besonders für unsere Erholung und den Tourismus.

Wir wollen:

  • Einen besseren Schutz von Naturräumen, auch durch die Neuausweisung von Schutzgebieten.
  • Großschutzgebiete personell stärken.
  • Generell eine bessere personelle Ausstattung im hauptamtlichen Naturschutz.
  • Biotopvernetzung stärken und vorrangig wassergebundene Ökosysteme renaturieren.
  • Managementpläne und Monitoring für geschützte Arten, insbesondere für Wolf und Biber, voranbringen.

Tier – Bildung – Zukunft: Verantwortung gemeinsam tragen

Tierschutz ist ein Staatsziel und dies gilt es progressiv zu gestalten. Wir müssen die Verantwortung für Lebewesen, die nicht für sich selbst sprechen können, übernehmen und unsere wirtschaftlichen, kulturellen und räumlichen Strukturen nachhaltig so gestalten, dass auch Tiere darin ein Leben ohne Leid führen können. So stellen wir sicher, dass Tierschutz nicht nur Absicht bleibt, sondern fest in den Strukturen unserer Gesellschaft verankert wird.

Wir wollen:

  • Uns weiterhin für tierfreie Zirkusse einsetzen.
  • Eine, bei einem zugehörigen Ministerium angesiedelte, Bewertungs- und Prüfstelle für Tierschutz im Sport schaffen, um Tierschutz fest als Struktur zu verankern.
  • Eine Ausfinanzierung und Schaffung von Stellen für tiergestützte Pädagogik.
  • Das Konzept Zoo in fortlaufender Bearbeitung halten und Zoos stets auf Tierwohl, Regionalität und echte Bildung fokussieren.

Umweltpolitik gemeinsam gestalten

Umwelt- und Klimaschutz können nur erfolgreich sein, wenn sie gesamtgesellschaftlich gestaltet werden. Transparenz, Beteiligung und Dialog sind zentrale Voraussetzungen für Akzeptanz und nachhaltige Umsetzung. Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft müssen eng zusammenarbeiten, um tragfähige Lösungen zu entwickeln und den Wandel aktiv zu gestalten.

Wir wollen:

  • Beteiligungsformate ausbauen und Bürger:innen frühzeitig
  • Umwelt- und Klimapolitik transparent, nachvollziehbar und demokratisch
  • Die klimafreundliche Transformation als Gewinn an Lebensqualität, Sicherheit und sozialer Gerechtigkeit vermitteln.
  • Die Vorteile von Maßnahmen des natürlichen Klimaschutzes, auch insbesondere für das zukünftige Leben im ländlichen Raum, gezielt vermitteln.
  • Ein zielführendes