Sich ausweitende Krisenherde, Kriege und humanitäre Katastrophen führen dazu, dass immer mehr Menschen Schutz in Europa suchen. Für Die Linke M-V ist das Grundrecht auf Asyl unverhandelbar und die Aufnahme, Integration und Teilhabe von Geflüchteten eine gesellschaftliche Pflicht.
Integration ist ein wechselseitiger Prozess, der Unterstützung, Bildung und gesellschaftliche Offenheit erfordert.
Wir wollen:
- Lebensgefährliche Abschiebungen beenden, besonders für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sowie die UN-Kinderrechtskonvention uneingeschränkt anwenden.
- Legale und sichere Fluchtwege ermöglichen, zivile Seenotrettung unterstützen und ein landeseigenes Aufnahmeprogramm für Afghanistan einrichten.
- Die Dezentrale Unterbringung von Geflüchteten priorisieren und verpflichtende Schutzkonzepte in bestehenden Geflüchtetenunterkünften mit unabhängigen Beschwerdestrukturen einführen, um Sicherheit, Privatsphäre, Barrierefreiheit und Familienrechte zu verbessern.
- Kommunen bei der Wohnraumversorgung Geflüchteter unterstützen, Hilfe- und Selbsthilfeorganisationen von Geflüchteten stärken.
- Psychosoziale Angebote für Geflüchtete, insbesondere in Erstaufnahmeeinrichtungen, ausbauen.
- Integration als Querschnittsaufgabe aller Politikbereiche bearbeiten: Beratung, sanktionsfreier Zugang zum Arbeitsmarkt, Gesundheitssystem, frühzeitige Sprachförderung, gezielte Förderung von Kindern und Jugendlichen, Zugang zu Kultur und Sport.
- Einen Fonds für Willkommenskommunen einrichten, um die freiwillige Aufnahme von Geflüchteten zu unterstützen.
- Die Position der Integrationsbeauftragten verstetigen.
- Alle Abschiebungen in Kriegsgebiete inklusive Syrien, Afghanistan und den Iran stoppen und eine verbindliche Bleibeperspektive für alle Geflüchteten in Ausbildung oder Qualifizierungsmaßnahmen.
- Die Abschaffung der Bezahlkarte in der jetzigen Form, eine gleichberechtigte Teilhabe am Finanzverkehr, die Aufhebung der Begrenzung für Bargeldabhebungen sowie die Ermöglichung von Überweisungen.