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2. Wohnen

sozial, nachhaltig, gerecht
Wohnungen
magnific.com / azazello_ps

Wohnen ist ein Grundrecht. Bezahlbarer, qualitativ guter Wohnraum ist Voraussetzung für soziale Teilhabe, stabile Gemeinschaften und eine lebendige Gesellschaft. Die Linke Mecklenburg-Vorpommern setzt sich dafür ein, dass niemand aufgrund hoher Mieten, strukturellen Leerstands oder fehlender Infrastruktur zurückgelassen wird. Unser Ziel ist ein Wohnungswesen, das sozial, ökologisch und bürgernah gestaltet ist.

Wohnen als Grundrecht sichern

Bezahlbarer Wohnraum ist Voraussetzung für soziale Sicherheit und Teilhabe. Angemessen zu wohnen darf nicht von Einkommen, Altersgruppe oder Lebenssituation abhängen. Wir wollen, dass Wohnraum allen offensteht und soziale Spaltung vermieden wird.

Wir wollen:

  • Eine Bundesratsinitiative starten, um Wohnen als Grundrecht im Grundgesetz zu verankern.
  • Wohnkosten für niedrige und mittlere Einkommen dauerhaft unter 30 % des Haushaltseinkommens halten.
  • Einen bundesweiten Mietendeckel für Orte mit angespanntem Wohnungsmarkt unterstützen und eine wirksame Reform der Mietpreisbremse anstoßen.
  • Förderprogramme für den sozialen Wohnungsbau reformieren und attraktiver gestalten.
  • Barrierefreie, generationenübergreifende und gemeinschaftliche Wohnformen stärken.
  • Barrierefreiheit verbindlich in die Aus- und Weiterbildung planender Berufe aufnehmen.
  • Mehr Wohnheimplätze für Studierende und Auszubildende schaffen und die Mittel aus dem Bundesförderprogramm „Junges Wohnen“ dafür zielgerichtet einsetzen.
  • Ein Förderprogramm schaffen, mit dem wir lokale Initiativen für Nachbarschaftsregale und Plauderbänke unterstützen, um den sozialen Zusammenhalt im Quartier zu stärken.

Wohnungsunternehmen und Bodenpolitik

Kommunale und genossenschaftliche Wohnungsunternehmen sind zentrale Akteure für stabiles, bezahlbares Wohnen. Sie sichern langfristig die Versorgung und verhindern übermäßige Marktabhängigkeit. Gleichzeitig müssen Bodenpolitik und Mieterschutz wirksam gestaltet werden.

Wir wollen:

  • Die wirtschaftliche Stabilität kommunaler und genossenschaftlicher Wohnungsunternehmen sichern und Privatisierungen verhindern.
  • Altschulden von kommunalen Wohnungsunternehmen konsequent abbauen.
  • Landes- und kommunale Flächen vor Privatisierung schützen und für sozialen Wohnungsbau sichern.
  • Die Einrichtung einer landeseigenen Wohnungsgesellschaft prüfen.
  • Kommunen bei der Einführung von Mietspiegeln unterstützen.

Zukunftsfähige Baukultur

Baukultur stiftet Identität, prägt das Lebensumfeld und ist ein Standortfaktor. Landesentwicklung ist mehr als Planung – sie ist Gestaltung, die soziale, ökologische und wirtschaftliche Interessen verbindet. Nachhaltiges und klimagerechtes Bauen ist dabei zentral.

Wir wollen:

  • Die Landesbauordnung weiterentwickeln – weniger Bürokratie, mehr Nachhaltigkeit, mehr Spielräume für bezahlbares Bauen.
  • Das baukulturelle Erbe sichern und qualitative Standards für alle Bauvorhaben stärken.
  • Daseinsvorsorge an Erreichbarkeit statt Verwaltungsgrenzen ausrichten, inklusive mobiler, digitaler und kooperativer Lösungen.